Die Groupe 3R wurde am Donnerstag, den 30. April 2026, Opfer eines Cyberangriffs. Seit diesem Vorfall arbeiten unsere Teams unermüdlich daran, den Betrieb all unserer Tools und Dienstleistungen wiederherzustellen. Wir sind uns der Schwierigkeiten bewusst, die diese Situation weiterhin verursachen kann. Wir entschuldigen uns aufrichtig bei Ihnen und danken Ihnen für Ihre Geduld sowie Ihr Verständnis.
Aktuelle Situation in Kürze
Letzte Aktualisierung: 30.06.2026
Alle unsere Zentren sind geöffnet und funktionsfähig. Mit Stand vom 26. Juni 2026 verfügen alle Zentren der Groupe 3R nun über eine neue IT- und technische Infrastruktur, die mit Unterstützung von auf Cybersicherheit spezialisierten Partnern, die nach ISO 27001 zertifiziert sind, vollständig neu aufgebaut und abgesichert wurde.
Unsere wichtigsten IT-Tools, darunter RIS, PACS und Telefonie, sind wieder einsatzbereit. Auch die Arbeit im Netzwerk, insbesondere die Teleradiologie, wurde wiederhergestellt.
Die derzeit geltenden praktischen Lösungen für den Zugriff auf Bilder und Befunde, die Entwicklung unserer Dienstleistungen sowie die nächsten IT-Entwicklungen werden laufend auf dieser Internetseite aktualisiert.
Für Patientinnen und Patienten
- Nur für Termine, die vor dem 1. Mai 2026 vereinbart wurden, bitten wir Sie, Ihr Zentrum zu kontaktieren, um Ihre Untersuchung zu bestätigen, entweder telefonisch oder über unser Online-Kontaktformular.
- Für neue Terminanfragen nutzen Sie bitte nach Möglichkeit unser Online-Kontaktformular.
- Wir bitten Sie, Datum und Uhrzeit Ihres Termins sorgfältig zu notieren. Es erfolgt keine automatische Terminerinnerung.
Für Zuweiserinnen und Zuweiser
- Wir sind in der Lage, die Betreuung Ihrer Patientinnen und Patienten für alle radiologischen Untersuchungen sicherzustellen, die üblicherweise in unseren Zentren durchgeführt werden, mit Ausnahme der CT-Kolonographie und der Koronar-CT, die derzeit noch nicht wieder aufgenommen wurden.
- Die Untersuchungsberichte werden nun über unsere neue IT-Infrastruktur per gesicherter E-Mail übermittelt. Sie erhalten diese wieder innerhalb der üblichen Frist, das heißt etwa 24 bis 48 Stunden nach Durchführung der Untersuchung. Der automatisierte Versand sowie der Zugang zum Zuweiserportal sind derzeit jedoch noch nicht wiederhergestellt.
- Der Zugang zu den Bilddaten wird aktuell auf Anfrage durch den Versand eines gesicherten Links per E-Mail ermöglicht. Für jede Untersuchung wird eine separate E-Mail mit einem sicheren Link versendet. Dieser ist während 7 Tagen gültig und ermöglicht den Zugriff auf sowie das Herunterladen der Bilder über unser neues PACS. Der Zugriff auf die Bilder erfolgt einfach durch Befolgen der mit dem Link übermittelten Anweisungen. Eine kurze Schulung wird zudem für Nutzerinnen und Nutzer angeboten, die weitere Informationen zur Verwendung des PACS wünschen. Auf Anfrage ist es weiterhin möglich, die Bilder auf CD zu übermitteln. Die CDs, die über unsere neue gesicherte IT-Infrastruktur erstellt werden, sind anhand eines grünen Aufklebers erkennbar. Es wurden spezifische Schutzmaßnahmen getroffen, damit die aus dieser neuen gesicherten technischen Umgebung erstellten CDs kein Infektionsrisiko für die IT-Systeme der Zuweiser oder Partner darstellen.
- Was die Archive der bildgebenden Untersuchungen betrifft, ist ein wesentlicher Teil der seit April 2026 durchgeführten Untersuchungen bereits zugänglich. Parallel dazu setzen wir die mit unseren Krankenhaus- und Klinikpartnern eingeleiteten Maßnahmen fort, um die vor dem Cyberangriff archivierten historischen Daten schrittweise wiederherzustellen.
Bei allgemeinen Fragen nutzen Sie bitte bevorzugt unser Online-Kontaktformular.
Allgemeine Fragen und Antworten
Um welche Art von Vorfall handelte es sich?
Es handelte sich um einen sogenannten „Ransomware“-Angriff mit Datenverschlüsselung. Der Vorfall wurde dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) gemeldet, und es wurde Strafanzeige erstattet. Gemäß den Empfehlungen der Behörden wird kein Lösegeld gezahlt.
Administrative Unternehmensdaten wurden verschlüsselt und gestohlen, darunter personenbezogene Informationen aktueller und ehemaliger Mitarbeitender. Auch medizinische Daten, insbesondere Untersuchungsergebnisse, wurden verschlüsselt, wodurch ihre Nutzung unmöglich wurde. Es lässt sich derzeit jedoch nicht mit Sicherheit sagen, ob diese medizinischen Patientendaten ebenfalls gestohlen wurden. Die Untersuchungen laufen.
Zu beachten ist, dass dieser Cyberangriff in keinem Zusammenhang mit dem bereits 2025 erlittenen Angriff steht. Es handelt sich um andere Täter und eine andere Vorgehensweise.
Wurde die Versorgung der Patientinnen und Patienten beeinträchtigt?
Vor allem am 1. und 2. Mai. Alle Zentren blieben jedoch geöffnet, und die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten konnte im Wesentlichen gewährleistet werden, teilweise mit gewissen Verzögerungen. Einige Untersuchungsarten mussten dennoch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben oder an andere Einrichtungen weitergeleitet werden.
Wir empfehlen Patientinnen und Patienten, deren Termin in einem 3R-Zentrum vor dem 1. Mai 2026 vereinbart wurde, weiterhin, das jeweilige Zentrum vor der Anreise zu kontaktieren, um zu überprüfen, ob die geplante Untersuchung stattfinden kann.
Wir sind in der Lage, die radiologischen Untersuchungen durchzuführen, die üblicherweise in unseren Zentren vorgenommen werden, mit Ausnahme von Colo-CT und Coro-CT zum jetzigen Zeitpunkt.
Wir entschuldigen uns bei allen Personen, die in irgendeiner Weise von diesem Vorfall betroffen sind.
Worauf muss ich achten, wenn ich davon ausgehe, dass meine persönlichen oder medizinischen Daten gestohlen wurden?
Mithilfe gestohlener Informationen könnten Kriminelle insbesondere versuchen, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen, um Sie auf raffinierte Weise zu betrügen. Dies könnte beispielsweise durch den Versand einer gefälschten Zusatzrechnung per E-Mail oder sogar per Post für eine durchgeführte Untersuchung geschehen.
Wir rufen insbesondere Patientinnen und Patienten, die kürzlich eine Untersuchung in einem unserer Bildgebungszentren in der Westschweiz durchgeführt haben, dazu auf, wachsam zu sein und uns im Zweifelsfall zu kontaktieren, um die Echtheit einer erhaltenen Rechnung zu überprüfen.
Zur Erinnerung: Aufgrund des inzwischen allgemein verbreiteten Systems des Tiers payant erhalten in der Schweiz versicherte Patientinnen und Patienten (KVG) in der Regel nur eine Kopie der an die Versicherung übermittelten Rechnung und keine Rechnung, die direkt zu begleichen ist.
Für weitere Fragen im Zweifelsfall steht Ihnen die Adresse communication@groupe3r.ch zur Verfügung.
Besteht weiterhin ein Risiko, dass meine Gesundheitsdaten offengelegt werden, wenn ich eine Untersuchung in einem 3R-Bildgebungszentrum durchführen lasse?
Nein, das Eindringen der Kriminellen wurde rasch gestoppt. Die Sicherheit der Daten neuer Untersuchungen ist gewährleistet. Im Bewusstsein seiner Verantwortung unternimmt die Groupe 3R alles Erforderliche und investiert kontinuierlich in die Stärkung ihrer IT-Sicherheitsstrategie.
Leider gibt es im IT-Bereich kein Nullrisiko. Die jüngsten Ereignisse in der Schweiz zeigen, dass alle Akteure im Gesundheitswesen einem permanenten Druck durch immer besser organisierte und entschlossene Cyberkriminelle ausgesetzt sind.
Sind Untersuchungsdaten verloren gegangen?
Zum jetzigen Zeitpunkt sind bestimmte Daten von in der Vergangenheit durchgeführten Untersuchungen weiterhin nicht zugänglich. Dies gilt auch für den Zugang zu verschiedenen 3R-Diensten, insbesondere zur Fernkonsultation.
Bei Bedarf zögern Sie bitte nicht, das Bildgebungszentrum, in dem die Untersuchung durchgeführt wurde, telefonisch zu kontaktieren. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Geduld und Ihr Vertrauen.
Pressekontakt: communication@groupe3r.ch